Ergebnis: Russell gewinnt Baku mit 0,196 Sekunden Vorsprung
George Russell hat den Großen Preis von Aserbaidschan 2026 gewonnen. Die offizielle Formel-1-Ergebnisliste führt den Mercedes-Piloten nach 51 Runden mit 1:38:02,143 Stunden auf Platz eins. Max Verstappen kam im Red Bull nur 0,196 Sekunden später ins Ziel. Isack Hadjar komplettierte für Red Bull das Podium mit 10,704 Sekunden Rückstand. Charles Leclerc wurde Vierter, Kimi Antonelli Fünfter und Lewis Hamilton Sechster. Damit wurde aus Russells deutlicher Pole kein ruhiger Sololauf, sondern ein extrem knappes Finish gegen Verstappen.
Top 10 des Großen Preises von Aserbaidschan 2026
| Platz | Fahrer | Team | Rückstand / Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | George Russell | Mercedes | 1:38:02,143 |
| 2 | Max Verstappen | Red Bull Racing | +0,196 s |
| 3 | Isack Hadjar | Red Bull Racing | +10,704 s |
| 4 | Charles Leclerc | Ferrari | +14,136 s |
| 5 | Kimi Antonelli | Mercedes | +14,512 s |
| 6 | Lewis Hamilton | Ferrari | +22,382 s |
| 7 | Arvid Lindblad | Racing Bulls | +31,159 s |
| 8 | Esteban Ocon | Haas | +31,189 s |
| 9 | Oliver Bearman | Haas | +31,929 s |
| 10 | Carlos Sainz | Williams | +32,416 s |
Warum Russells Pole am Ende wirklich zählte
Russell war schon im Qualifying die klare Referenz: 1:42,526 Minuten und 0,837 Sekunden Vorsprung auf Leclerc. Im Rennen musste er diesen Vorteil jedoch nicht nur verwalten. Verstappen arbeitete sich von Startplatz acht bis direkt an den Mercedes heran und machte das Ziel zu einem Sprint um Zehntelsekunden. Baku belohnt Track Position, aber die lange Gerade und mögliche Neutralisationen sorgen dafür, dass ein Führender bis zum Schluss unter Druck bleiben kann. Dass Russell trotzdem vorne blieb, macht den Sieg deutlich aussagekräftiger als ein Start-Ziel-Erfolg mit großem Abstand.
Verstappen von Platz acht auf zwei – Hadjar auf dem Podium
Verstappens zweiter Platz ist einer der auffälligsten Aspekte des Rennens. Vom achten Startplatz bis auf 0,196 Sekunden an den Sieger heranzukommen zeigt, wie stark Red Bull im Renntrimm war. Gleichzeitig brachte Hadjar den zweiten Red Bull auf das Podium. Damit stellte Red Bull zwei Fahrer in die Top 3, obwohl keiner von ihnen aus der ersten Startreihe kam. Für die strategische Bewertung ist das wichtig: Das Qualifying hatte Mercedes und Ferrari vorne gezeigt, das Rennen verschob die Kräfteverhältnisse zugunsten von Red Bull.
Ferrari solide, McLaren mit einem schwierigen Nachmittag
Leclerc konnte Startplatz zwei nicht in ein Podium verwandeln und wurde Vierter, Hamilton rückte von sechs ebenfalls nicht in die Top 3 vor. Noch härter traf es McLaren. Oscar Piastri kam als 13. ins Ziel, während Lando Norris nach 35 Runden als Ausfall geführt wird. Für eine WM-Bewertung sollte man daraus nicht mehr ableiten, als das offizielle Resultat hergibt; als Einzelrennen war Baku jedoch klar ein Rückschlag für McLaren und ein großer Punktegewinn für Russell, Verstappen und Hadjar.
Die Ausfälle und warum Baku erneut wenig Fehlertoleranz bot
- Lando Norris wurde nach 35 Runden als DNF gewertet.
- Pierre Gasly schied nach 35 Runden aus, Franco Colapinto nach 36.
- Alexander Albon kam nur auf 29 Runden.
- Fernando Alonso wurde nach 20 Runden als DNF geführt, Lance Stroll nach sieben.
- Valtteri Bottas absolvierte 49 Runden, wurde aber ebenfalls als DNF gewertet.
Was das Ergebnis über Baku 2026 erzählt
Das Rennen bestätigte zwei typische Baku-Muster gleichzeitig: Startposition ist wertvoll, garantiert aber nichts, und schnelle Autos aus dem Mittelfeld können sich durch Rennpace und Strategie weit nach vorne arbeiten. Russell verwandelte Pole in 25 Punkte, Verstappen machte sechs Positionen gut und Hadjar setzte aus der zweiten Startreihe ein Podium um. Leclerc blieb trotz Reihe eins außerhalb der Top 3. Das macht die Kombination aus Qualifying, Rennpace und Fehlervermeidung aussagekräftiger als jede einzelne Session.
Was nach dem Zieleinlauf noch wichtig ist
Für die weitere Einordnung zählen nun die offiziell bestätigte schnellste Runde, die Auswirkungen auf die Fahrer- und Konstrukteurswertung sowie mögliche nachträgliche Entscheidungen der Rennleitung. Der Kern des Rennens steht jedoch fest: Russell gewann, Verstappen kam bis auf 0,196 Sekunden heran, Hadjar komplettierte das Podium und McLaren verlor in Baku deutlich mehr Punkte als die unmittelbaren Rivalen an der Spitze.
